Verwaltungsvorschrift 7/2020

Verfahren beim Übergang aus weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (Sekundarstufe I) in berufsvorbereitende oder Angebotsbildungsgänge der beruflichen Schulen, in die E-Phase der gymnasiale Oberstufe der Integrierten Sekundarschulen, der Gemeinschaftsschulen ; den Übergang in Gymnasien (Qualifikationsphase)(Sekundarstufe II) zum Schuljahr 2020/2021

 

 

(VV Übergang mit EALS)
 

Für das Schuljahr 2020/2021 werden

  • das Bewerbungsverfahren und die Verbleibdokumentationen der Bewerberinnen und Bewerber (BuB) an den beruflichen Schulen für die Bildungsgänge
    • Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung in Vollzeit und Teilzeit (IBA VZ / TZ)
    • Schulversuch: Berliner Ausbildungsmodell (BAM)
    • mehrjährige Berufsfachschule (mehrj. BFS)
    • Fachoberschule (FOS) in der zweijährigen Form mit Praktikum und das
    • berufliche Gymnasium (bGym)
  • und das Bewerbungsverfahren und die Aufnahme beim Übergang in die gymnasiale Ober-stufe (GO) der Integrierten Sekundar- oder Gemeinschaftsschulen (ISS)

im Elektronischen Anmelde- und Leitsystem (EALS) erfasst, und für die schulischen und berufsschulischen Bildungsgänge gesteuert und durchgeführt.

 

Die Dokumentation der Anschlussperspektiven der Schülerinnen und Schüler erfolgt im Rahmen der Bildungskettendokumentation für alle Schülerinnen und Schüler (SuS) der öffentlichen Schulen verbindlich für

  • den Übergang in die Qualifikationsphase des Gymnasiums (Gym)
  • die Dokumentation der erfolgreichen Suche nach einem dualen Ausbildungsplatz  oder die angestrebte Beschäftigungsaufnahme und
  • in der Anlage 5 aufgeführte Anschlussperspektiven

im Elektronischen Anmelde- und Leitsystem.

I) Grundsätze der Beratung und Dokumentation

Alle Schülerinnen und Schüler eines Schulabgangsjahres (in der Regel die 10. Jahrgangsstufe oder die Abgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer aus Lerngruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse der beruflichen Schulen) werden durch Import mit ihren Stammdaten (siehe Anlage 1 und 1a und Kapitel III) im Elektronischen Anmelde- und Leitsystem, dem fachlichen Teilverfahren der eGovernment-Suite der für Bildung zuständigen Senatsverwaltung registriert. Der Zeitraum ist der Anlage 4 zu entnehmen.
Die Teams und Tandems für Berufs- und Studienorientierung und die durch die Schulleitungen beauftragten Beraterinnen und Berater dokumentieren den Beratungsprozess, die Anschlussperspektiven und unterstützen den gesamten Anmeldeprozess der Schülerinnen und Schüler aktiv.

Hat die Schule keine gymnasiale Oberstufe, werden die Schülerinnen und Schüler in der Beratung auf die durch die bestehende Kooperationsvereinbarung verbindliche Zusage für einen entsprechenden Schulplatz bei Vorlage des Abschlusszeugnisses in der Kooperationsschule hingewiesen. Zur Erhöhung der Planungssicherheit muss die abgebende Schule ohne gymnasiale Oberstufe auf Basis der Halbjahresprognose die entsprechenden Plätze bei der Kooperationsschule reservieren.
Schülerinnen und Schüler, die trotz Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für die gymnasiale Oberstufe an ihrer Schule eine andere Integrierte Sekundarschule bzw. ein berufliches Gymnasium bevorzugen, zu denen jedoch keine Kooperationsvereinbarung besteht, melden sich analog zum Verfahren der übrigen Bewerberinnen und Bewerber an.
Liegen die Voraussetzungen für die Fortsetzung des Bildungsgangs an der besuchten Schule vor (§ 48 Abs. 3 iVm § 31 Sek I-VO), so führt allein der Wechselwunsch nicht zur Beendigung des Schulverhältnisses zur bisher besuchten Schule, sondern erst die endgültige Abmeldung. Erst danach kann der reservierte Platz von der Schule freigegeben und neu besetzt werden. Dies gilt auch für Integrierte Sekundarschulen mit einer gymnasialen Oberstufe im Verbund.

Für Bewerberinnen und Bewerber in Lerngruppen „für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse“ an den beruflichen Schulen erfolgt die Beratung durch die örtlichen Lehrkräfte mit Unterstützung durch die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen. Die Verantwortung für den Import der Stammdaten und die Sicherstellung der Beratungsgespräche sowie des notwendigen Anmeldeprozesses im EALS liegt bei der Schulleitung der jeweiligen Schule.
Die Ansprache unversorgter Bewerberinnen und Bewerber und deren Vermittlung im schulischen System sowie in die Angebote der Kooperationspartner der Jugendberufsagentur Berlin werden durch die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen koordiniert.
 

Datenpflege durch die abgebenden Einrichtungen

Die abgebende Einrichtung pflegt Änderungen der Daten bis zur Übernahme der Datensätze durch die aufnehmende Schule und aktualisiert die Daten bei Änderung der Einwilligungserklärung bis zum Ende des Schuljahres (siehe Anlage 4).

Datenpflege durch die aufnehmenden Schulen

Alle Veränderungen der Daten sind bis zum Ende des 1. Schulhalbjahres auch im EALS vollständig zu registrieren.
Für den Bildungsgang IBA sind die Daten bis zum Abschluss des Schuljahres auch im EALS zu pflegen.

Der Verbleib (inklusive Unterbrechung, Verlängerung und Abbruch) in den Bildungsgängen der beruflichen Schulen ist im EALS zu dokumentieren.
Um einen gleichbleibend hohen Standard der Verbleibdokumentation zu gewährleisten, liefern die beruflichen Schulen an drei Stichtagen (siehe Anlage 4) die Klassenlisten mit den Stammdaten (mindestens Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift), eine eindeutige Kursinformation und die  Verbleibinformation der im EALS verzeichneten Kurse an den EALS Support (Betreff: EALS – 2020 <BSN> Klassenliste).

Datenpflege durch die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen

Die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen sind innerhalb ihres Schul- und Wohnbezirkes die fachlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Datenpflege im EALS.

II) Grundsätze des Bewerbungs- und Anmeldeverfahrens

Im Folgenden werden die Begriffe Bewerberinnen und Bewerber für Personen angewandt,

  • die sich als Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen für Bildungsgänge der Sek II bewerben. (Wenn Regelungen nur für Schülerinnen und Schüler gelten, erfolgt ein ausdrücklicher Hinweis.)
  • die nicht Schülerin oder Schüler einer Berliner Schule sind und sich über die Beraterinnen und Berater der Jugendberufsagentur Berlin für einen Bildungsgang in den beruflichen Schulen Berlins bewerben.

Jeder Bewerberin und jedem Bewerber soll auf Wunsch, durch adressatengerechte Beratung und Unterstützung und im Rahmen der vorhandenen  Ressourcen, eine Anschluss- bzw. Ausbildungsperspektive in den beruflichen Schulen angeboten werden, wenn kein duales Ausbildungsplatzangebot vorliegt.
Dafür wird das Platzangebot der beruflichen Schulen und der gymnasialen Oberstufen der beruflichen Schulen durch die für Bildung zuständige Senatsverwaltung vor Beginn des Anmeldezeitraumes in einem Einrichtungsschreiben veröffentlicht und hat als Mindestangebot der verfügbaren Plätze bis zum Beginn der Herbstferien(siehe Anlage 4)  Bestand.
Der Beratungs- und Dokumentationszeitraum beginnt nach den Herbstferien für das Folgejahr,  soweit nicht in  Anlage 4 oder durch Rundschreiben andere begründete Zeiten festgelegt werden.
Der einheitliche Anmeldezeitraum beginnt sechs Wochen nach den Winterferien und endet sechs Wochen nach Beginn des Anmeldzeitraums, soweit nicht durch die Anlage 4 oder Rundschreiben andere begründete Zeiten festgelegt werden.

Für den Anrechtsbildungsgang IBA gilt: Bewerberinnen und Bewerber, die kein Anrecht nach IBA-Verordnung haben, sind bei der Beratung zum Bildungsgang IBA auf die Verordnungslage hinzuweisen. Sie sind bei Kontaktaufnahme und über die Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung IV darüber zu informieren, dass, unabhängig vom konkreten Beratungstermin, die in der Verordnung genannte Rangfolge durch Eintrag ihres Interesses über das Kontaktformular auf der Internetseite eals-berlin.de gesichert wird.

Für den Schulversuch BAM muss ein Teilnahmevorschlag der Agentur für Arbeit vorliegen. Mit diesem Teilnahmevorschlag bewerben sich die Schülerinnen und Schüler an der jeweiligen beruflichen Schule, die BAM anbietet. Die den Bildungsgang BAM anbietenden Schulen pflegen die Bewerbung im EALS ein. Eine Aufnahme durch die berufliche Schule für BAM kann erst ab mit Beginn des Schuljahre (in der Regel 1.August; siehe Anlage 4) erfolgen.
Bewerberinnen und Bewerber, die sich nach dem gemeinsamen Anmeldezeitraum anmelden, oder die keine Schülerinnen und Schüler sind und sich für den Bildungsgang IBA bewerben, sind nachrangig im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten aufzunehmen.
Bewerberinnen und Bewerber, die die notwendigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht haben, sind nachrangig aufzunehmen.
Der Prozess der Abgabe der vollständigen Bewerbungsunterlagen durch die Bewerberinnen und Bewerber in der gewählten Erstwunschschule wird durch die Beratenden an den abgebenden Schulen und die Jugendberufsagentur Berlin aktiv begleitet. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist müssen alle Unterlagen vollständig vorliegen. Eine Ausnahme stellt das Abschlusszeugnis der abgebenden  Sek-I-Schule dar.
Bewerberinnen und Bewerber für die mehrjährige Berufsfachschule mit Kammerprüfung sind vor der Anmeldung für diese Angebote zu ihren Möglichkeiten bei betrieblichen Ausbildungsplätzen zu beraten.
Bei Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe in besonderen Fällen, erfolgt die Erfassung im EALS durch die aufnehmende Schule nachdem die Schulaufsicht nach §6 VO-GO über die Aufnahme entschieden hat.
Die Berliner Bewerberinnen und Bewerber, die nicht mehr Schülerinnen oder Schüler einer allgemeinbildenden Schule sind und sich für die im EALS geführten Bildungsgänge bewerben wollen, werden in den Standorten der Jugendberufsagentur Berlin ihres Wohnortes durch die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen (BdbS) beraten und im EALS registriert. Die Leitbogennummer ist zugleich die führende Nummer der durch die BdbS geführten Beratungsdokumentation.
Bewerberinnen und Bewerber, mit einer Meldeadresse aus anderen Bundesländern, auf in der vorliegenden Verwaltungsvorschrift genannte Bildungsgänge, können erst als Bewerberinnen oder Bewerber mit Anrecht unmittelbar im Anschluss der Allgemeinbildung geführt werden, wenn sie zur Abgabe der vollständigen Bewerbungsunterlagen eine Meldebestätigung des Landes Berlin oder ein analoges Dokument vorlegen, sonst greift der Vorrang der Schulpflicht des anderen Bundeslandes oder die Nachrangigkeit qua freier Plätze plus ein bestehendes Gastschülerabkommen. Ausnahmen dazu sind durch die zuständige Schulaufsicht zu entscheiden.

Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern wenden sich an die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen an den Standorten der Jugendberufsagentur Berlin im zuständigen Berliner Bezirk der ersten Wunschschule.
Bewerberinnen und Bewerber aus dem Bundesland Brandenburg legen zum Beratungsgespräch dieBescheinigung zur Berufsschulpflichtbefreiung aus Brandenburg vor, wenn sie nach dem Schulgesetz Brandenburg noch nach der Allgemeinbildung schulpflichtig sind.
Eine Aufnahme in der Schule erfolgt nach den allgemeinen Kriterien und nach Maßgabe freier Plätze.

Die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen der Jugendberufsagentur Berlin kontaktieren die im EALS gespeicherten, als unversorgt erkennbaren  Berliner Jugendlichen ab dem ersten Ferientag der Sommerferien (siehe Anlage 4).

Die operative Schulaufsicht der beruflichen und zentral verwalteten Schulen, die regionale Schulaufsicht der Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen, die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen der Jugendberufsagentur Berlin nutzen das EALS zur Erkennung von Übernachfragen, der aktiven Nachsteuerung und einer adressatengerechten Information.


III) Grundsätze für die Nutzung des Elektronischen Anmelde- und Leitsystems

Das Referat Übergang Schule-Beruf; Netzwerkstelle der Jugendberufsagentur und der Berufs- und Studienorientierung betreibt das EALS bis zum Funktionsübergang in die LUSD.

Die Beratungsfachkräfte der Schulen werden durch die jeweilige Schulleitung mit Hilfe der sicheren Berliner Schulmail angemeldet. Jede Beratungsfachkraft benötigt einen eigenen Zugang. Neuanmeldungen und Beauftragungen von Änderungen, Sperrung und Löschungen von Zugängen sind jederzeit verschlüsselt über die sichere Berliner Schulmail an den EALS Support eals@schule.berlin.de möglich.
Die Schulleitung veranlasst eine regelmäßige, mindestens halbjährliche Prüfung der vergebenen Zugriffsrechte und bestätigt oder korrigiert die Daten für die Accounts der Beratungsfachkräfte, die für die Schule auf die Daten zugreifen dürfen. Das Ergebnis der Prüfung ist erstmalig bis zum 31.07.2020 an den EALS-Support  (eals@senbjf.berlin.de  BETREFF: EALS – 2020 <BSN>) zu übermitteln.
Gibt es von §19 (3) der Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Rahmen der Jugendberufsagentur Berlin Ergänzungen in den regionalen Kooperationsvereinbarungen, können Beratung und Erfassung auf Basis einer vorliegenden Einwilligungserklärung (siehe Anlage 1 ) und nach Nachweis der vorhandenen fachlichen Kenntnisse auch durch Beraterinnen und Berater der Partner der Jugendberufsagentur Berlin erfolgen. Die Beratungsfachkräfte der Standorte der Jugendberufsagentur Berlin werden über die Beraterinnen und Berater der beruflichen Schulen angemeldet. Eine nachgewiesene Schulung im Umgang mit dem Fachverfahren EALS ist Grundlage für den Zugang zum EALS.

Die Einwilligung der Schülerinnen und Schüler in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten im EALS ist gemäß § 64 Absatz 7 des Schulgesetzes in der Fassung vom 18. Dezember 2018 dann erforderlich, wenn personenbezogene Daten der Schülerinnen und Schüler an die Bundesagentur für Arbeit oder an das zuständige Jobcenter übermittelt werden sollen. Die Einwilligung können auch minderjährige Schülerinnen und Schüler selbst erklären, wenn sie das 15. Lebensjahr vollendet haben und die Erziehungsberechtigten mit der Beendigung der Schullaufbahn einverstanden sind oder diese aus schulrechtlichen Gründen unvermeidbar ist. Die Einwilligungserklärung verbleibt bis zur Löschung der Daten bei der ersterfassenden Stelle. Für die Standorte der Jugendberufsagentur übernehmen die Beraterinnen und Berater die Aufgabe der Aufbewahrung der Einwilligungserklärung.
Die Information über die Löschung der Daten erfolgt durch den Betreiber des Fachverfahrens.

Die durch die Bewerberinnen und Bewerbern bzw. deren gesetzlichen Vertretungen unterschriebene Einwilligungserklärung in die Datenverarbeitung (Anlage 1) ist vor der Eingabe der Dokumentation der Beratungsergebnisse in das EALS einzuholen. Die Ablehnung in die Datenerfassung und der Widerruf sind zu dokumentieren.

Die Übermittlung der Stammdaten der Schülerinnen und Schüler erfolgt bis zur Übernahme der Funktionalitäten des EALS an in die LUSD über die sichere Berliner Schulmail an den EALS-Support (eals@senbjf.berlin.de BETREFF: EALS – Import Stammdaten 2020 <BSN>). Für den Import sind die Pflichtfelder:

Name

Vorname

Geburtsdatum

Anschrift (Postleitzahl, Straße, Hausnummer, Ort)
zu übermitteln.  Ein Verzicht auf den Datenimport ist nur bei vollständiger Erfassung des Schulabgangsjahres durch die, mit der Rolle abgebende Schule bezeichnete Einrichtung möglich.
Integrierte Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe melden die Aufnahmekapazität bis zum Beginn des einheitlichen Anmeldezeitraums (siehe Anlage 4) für das kommende Schuljahr an den EALS Support (eals@senbjf.berlin.de, Betreff : EALS – Kurse 2020 <BSN> ). Reservierungen der notwendigen Platzkapazitäten im Bereich der gymnasialen Oberstufe erfolgen auf Basis der Halbjahresprognose der Schülerinnen und Schüler und der Meldungen von Kooperationsschulen ohne eigene GO-ISS über den EALS Support.
Die Ausgabe eines Leitbogens ist für Schülerinnen und Schüler mit Verbleib an der eigenen Schule nicht zwingend notwendig.

Als Anmelde- und Leitbogen ist das Formular Anlage 3 verbindlich.
Das EALS stellt neben dem Leitbogen, Dokumentationsbögen und ein Formular zur Ausgabe aller erfassten Daten für Bewerberinnen und Bewerber und deren gesetzliche Vertretungen bereit.

 

Den Bewerberinnen und Bewerbern ist eine technische Möglichkeit des Zugriffs auf die über sie im EALS gespeicherten Daten einzuräumen. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darüber zu informieren, dass sie, bei Bekanntgabe einer Mailadresse, den Zugang zu ihren elektronisch gespeicherten Daten bekommen. Das schließt auch Informationen über den Status der Bewerbungen ein.

Zusätzlich können Bewerberinnen und Bewerber mit Beginn des gemeinsamen Anmeldezeitraums über diesen Zugang den Schulen die Bewerbungsunterlagen zur Verfügung stellen.

 

Die Übergänge in die entsprechenden Bildungsgänge der Ersatzschulen in freier Trägerschaft und Angebote der Kooperationspartner  der Jugendberufsagentur Berlin können über das EALS abgebildet werden.
 

 

 


Abgebende Einrichtungen

Alle Bewerberinnen und Bewerber, die einen Ausbildungsplatz suchen, können sich auch auf einen schulischen Bildungsgang bewerben, um bei erfolgloser Ausbildungssuche eine Anschlussperspektive zu haben.
Die duale Ausbildungsplatzsuche ist im EALS zu dokumentieren und mit einem Berufsfeld zu spezifizieren. Die Anschlussperspektive „erfolgreicher Übergang in die duale Ausbildung“ ist zu dokumentieren.
Bei Veränderungen der Prognosen oder Wünsche ist durch die Beratungsfachkräfte der abgebenden Einrichtungen ein ergänzendes Beratungsangebot zu unterbreiten.
Der Anmelde- und Leitbogen (Anlage 3), der für die Bewerbung an den aufnehmenden Schulen verbindlich ist, wird eine Kalenderwoche vor Beginn des gemeinsamen Anmeldezeitraums bereitgestellt.
 

Aufnehmende Einrichtungen

Mit Veröffentlichung des Einrichtungsschreibens werden die Zahlen der vorhandenen Schulplätze der von den beruflichen Schulen bereitgestellten Plätze, den aktuellen Bewerbungen und Zuteilungen auf der Webseite www.eals-berlin.de unter EALS in Zahlen bereitgestellt. Für die Schulen die eine gymnasiale Oberstufe anbieten, ist das Bereitstellungsdatum in Anlage 4 festgelegt.
Die aufnehmenden Schulen informieren auf ihren Internetseiten sowie in sonstigen Informationsmaterialien über die Anmeldezeiträume und die Aufnahmebedingungen für ihre Bildungsgänge und stellen dem EALS-Support die Links zu diesen Informationen auf ihren Webseiten bis zum Beginn des Beratungs- und Dokumentationszeitraums erstmalig elektronisch zur Verfügung. Änderungen der Daten werden dem EALS Support unverzüglich mitgeteilt.
Es erfolgt keine Annahme von Bewerbungen oder eine Aufnahme ohne Datensatz im EALS. Die Vorgangsnummer (Leitbogennummer) ist in der Regel durch die Vorlage des Leitbogens durch die Bewerberin oder den Bewerber nachzuweisen.

Der Leitbogen dient der Bewerberin und dem Bewerber als Nachweis für die erfolgte Beratung und Dokumentation des Prozesses sowie zur Bestätigung der Abgabe der notwendigen Unterlagen.

Verbleibt die Schülerin oder der Schüler nach einer Unterbrechung oder in Verlängerung an der Schule, so muss er mit der Angabe der Begründung erfasst werden.
Die dafür notwendigen Plätze sind bis zum Beginn des Anmeldezeitraums zu dokumentieren und als reserviert im EALS vormerken zu lassen. Diese Reservierungen sind vor der Zuweisung und Aufnahmeentscheidung in Leitbögen aufzulösen.

 

Die verbindliche, schriftliche Zusage für ein Aufnahmeangebot oder eine Ablehnung im gewünschten Bildungsgang erhalten die Bewerberinnen und Bewerber für den Erstwunsch bis zum Ende des Schuljahres(siehe Anlage 4) auf dem Postweg und durch Eintrag im EALS. Die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung eines Folgewunsches ist frühestens mit Beginn der letzten Ferienwoche der Sommerferien möglich und richtet sich bei Übernachfrage nach der tatsächlichen Annahme der Zuteilungsangebote durch die Bewerberinnen und Bewerber. Die Annahme des Angebotes zum Erstwunsch ist durch die Bewerberinnen und Bewerber spätestens durch Antritt am ersten Schultag 12:00 Uhr zu erklären. Danach gilt das Angebot der Schule als nicht angenommen. Ein späterer Antritt ist nur mit Vorlage einer amtlichen Begründung oder durch ärztliche Bescheinigung möglich.

Im EALS ist die Entscheidung durch die aufnehmenden Schulen unverzüglich zu dokumentieren.

Ab dem Zweitwunsch teilt die aufnehmende Schule den Bewerberinnen und Bewerbern verbindlich den Termin eines Aufnahmeangebots oder die Ablehnung mit.

Bewerberinnen und Bewerber von Gymnasien, Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen, die keinen Aufnahmeanspruch an einer speziellen Schule haben, werden gemäß § 4 Abs. 2 Satz 3 und 4 VO-GO aufgenommen.

Bei notwendigen Losverfahren zur Aufnahme von Bewerberinnen und Bewerbern wird deren Reihenfolge durch das EALS erstellt.

IV) Informationsquellen, Links und weitere Rückmeldung zur Durchführung des Verfahrens:

Informationen werden auf der Webseite  www.eals-berlin.de veröffentlicht. Dazu gehören:

  • Verfahrensschritte / Handbücher / Schulungsmaterial
  • Die Erreichbarkeit des Supports (Supportzeiten und Möglichkeit, Supportanfragen elektronisch zu stellen)
  • Informationen zu Bildungsgängen
  • Statistische Daten
  • Musteranschreiben für die vorläufige Aufnahme /Ablehnung (V: IV B) bis 01.05.2020
  • Musteranschreiben für Platzangebot/Ablehnung (V: IV B) bis 01.05.2020

V) weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten:

www.berlin.de/sen/bildung/schule/

jba-berlin.de

wege-zum-beruf.de

VI) Schlussvorschrift

Die Verwaltungsvorschrift Schule Nr. 3 / 2019 wird durch diese Verwaltungsvorschrift ersetzt. Die Verwaltungsvorschrift  7/2020 ist abrufbar unter:

www.berlin.de/sen/bildung/rechtsvorschriften/

VII) Anlagen

Anlage 1     Einwilligungserklärung in die Datenverarbeitung

Anlage 1a  Zusatz zur Anlage 1 Datenschutzerklärung

Anlage 2     Widerrufserklärung in die Datenverarbeitung

Anlage 3     Anmelde- und Leitbogen

Anlage 4     Zeitleiste

Anlage 5     definierte Anschlussperspektiven

 

 

 

 

Im Auftrag

 

 

Mirko Salchow
 

IV AbtL (komm.)

Kontakt

Sie können uns hier erreichen:

 

Zentrale Rufnummer der JBA:

Telefon: 030/90191919

 

 

Telefon: 030/90227 5976

(nur techn. EALS-Support)

 


Fax: 030/90227 6012

 

 

weitere Informationen über:

www.eals-berlin.de 


Oder hier per Formular.